Super Mario Bros. 1 — Eine Hass­lie­be

*Poe­sie an* Es war ein­mal ein klei­ner Klemp­ner, man könn­te mei­nen er wär’ schon Rent­ner. Schon seit vie­len Jah­ren ist er bestrebt, die Prin­zes­sin zu ret­ten, wahr­li­ch ein Gerät. Das Aben­teu­er fin­det aber nie ein Ende, sie fällt pau­sen­los in Bow­sers Hän­de. Der will die Prin­zes­sin so gern zur Frau, doch Mario fin­det dies unter aller Sau. Drum rennt er von Welt zu Welt, um end­li­ch zu sein, ihr toll­küh­ner Held.

Wir schau­en uns jetzt sein Aben­teu­er an und als Ers­tes ist nun Super Mario Bros. 1 dran. *Poe­sie aus*

Super Mario Bros. 1 ist “lan­ge” vor mei­ner Zeit im Jahr 1985 für das Nin­ten­do Enter­tain­ment Sys­tem (kurz: NES) erschie­nen. Von die­ser Kon­so­le habe ich nicht wirk­li­ch viel mit­be­kom­men. Bei uns zuhau­se stand nie­mals ein NES. Mei­ne Geschwis­ter haben damals als ers­te Kon­so­le das Super NES zu Weih­nach­ten bekom­men. Dar­um begann mei­ne Gamer-Kar­rie­re erst mit Super Mario World. Super Mario World hat vie­le Stun­den, Tage, Wochen und Mona­te mei­nes Lebens gekos­tet. Aber es war ein­fach super, … also meis­tens jeden­falls!

Letz­tes Jahr habe ich mir dann das NES gebraucht im Inter­net auf eBay gekauft und dazu auch gleich alle drei Tei­le der Super Mario Bros.-Reihe. Gespielt habe ich sie seit dem nicht wirk­li­ch. Zwi­schen­durch mal gestar­tet und dann wie­der been­det. Die letz­te frus­trie­ren­de “Super Mario World-Ses­si­on” war mir noch zu gut im Gedächt­nis.

Aber nun hat die Neu­gier doch gesiegt und das letz­te Mal Super Mario ist schon wie­der lan­ge her. Des­halb habe ich mir das Spiel jetzt doch ange­tan. Ob ich dabei eska­liert bin? Ja viel­leicht. Aber bevor wir dazu kom­men, schau­en wir uns erst­mal das Drum­her­um an. 

Super Mario Bros. 1 — Mei­ne beson­de­re Anlei­tung

Lei­der habe ich das Spiel NICHT in einem wun­der­schö­nen Kar­ton bekom­men. Ers­tens gibt es die­se kaum noch und zwei­tens sind die meis­tens sehr sehr teu­er. Aber sei’s drum. Eine Anlei­tung war bei mei­nem Spiel trotz­dem dabei. Und mit die­ser Anlei­tung hat der Vor­be­sit­zer oder die Vor­be­sit­ze­rin schein­bar rich­tig gear­bei­tet. Seht selbst: 

Alles was grün ist ist wich­tig”. Unge­fähr 90% des Tex­tes in die­sem 21-sei­ti­gen Heft­chen ist grün mar­kiert und über­all sind lau­ter klei­ner Noti­zen. Heut­zu­ta­ge macht das so gut wie kei­ner mehr. Das Spiel wird instal­liert, Sachen die man nicht weiß wer­den in Goo­gle nach­ge­guckt oder man schaut sich irgend­wel­che YouTube-Videos dazu an. Frü­her war das alles anders. Ich fin­de das total nied­li­ch, dass sich da offen­bar ein Kind hin­ge­setzt hat und sich gen­au auf­ge­schrie­ben hat, wie man die unter­schied­li­chen Geg­ner platt macht. Für Samm­ler ist die­ser Zustand natür­li­ch eine abso­lu­te Kata­stro­phe, aber ich fin­de es gera­de des­halb inter­es­sant, denn es ver­setzt mich direkt in die dama­li­ge Zeit. 

Super Mario Bros. 1 — Let’s a go!!!

Kom­men wir nun zum eigent­li­chen Spiel. Ich hat­te am Anfang mei­ne Pro­ble­me das Spiel­mo­dul in mei­nem NES zum Lau­fen zu bekom­men. Aber das ist ja ein übli­ches Pro­blem. Die Kon­tak­te sind irgend­wann ver­schmutzt oder sogar kor­ro­diert. Ich habe mir da wie­der mit mei­ner guten alten Wat­te­stäb­chen-Metho­de gehol­fen. (Falls ihr die­ses Pro­blem auch öfter habt, hier gibt es eine Anlei­tung dazu. Die­se ist zwar nun expli­zit für die SNES-Modu­le, aber im Gro­ßen und Gan­zen tut sich da nicht viel. Natür­li­ch ist jeg­li­che Bear­bei­tung der Kon­tak­te und jeg­li­ches Öff­nen des Moduls auf eige­ne Gefahr. )

Die Spiel­mo­di

Wenn man das Spiel dann zum Lau­fen bekom­men hat und im Haupt­me­nü gelan­det ist, kann man zwi­schen zwei Modi wäh­len: 1 Play­er Game und 2 Play­er Game. Wäh­rend im 1 Play­er Game allei­ne mit Mario gespielt wird, kann im 2 Play­er Game zu zweit, abwech­selnd gespielt wer­den. Ein Spie­ler steu­ert dabei Mario und der ande­re Mari­os Bru­der Lui­gi. Die Steue­rung bei­der Figu­ren ist dabei voll­kom­men iden­ti­sch. Lei­der hat die­ser Modus für bei­de Spie­ler kei­nen Vor­teil. Der eine Spie­ler kann solan­ge wei­ter­spie­len bis er ein­mal stirbt. Dann ist der ande­re Spie­ler wie­der dran und muss durch die glei­chen Level auch noch­mal ren­nen.

Die Wel­ten

Das Spiel ist mit sei­nen acht Wel­ten mit jeweils vier Level ziem­li­ch kom­pakt. Aber auch wenn alle Wel­ten sich immer recht ähn­li­ch sehen, gibt es den­no­ch durch ver­schie­de­ne Far­ben und Anord­nun­gen immer wie­der Abwechs­lung.

Super Mario Bros. 1 - Unterwasser

Jeder Level ist mit Stein­blö­cken, beweg­li­chen Platt­for­men und Röh­ren gespickt. Man­che Röh­ren füh­ren dabei in den Unter­grund, in dem dann Mün­zen gesam­melt wer­den kön­nen und ande­re sind nur Wohn­raum für die bis­si­gen Piran­ha­pflan­zen.

Vie­le vie­le klei­ne Geg­ner

Neben den Piran­ha­pflan­zen gibt es u.a. noch die sog. Kupa-Sol­da­ten. Durch einen Hops auf deren Kopf ver­ste­cken sie sich in ihrem Pan­zer. In die­ser Form kann Mario sie ein­fach weg­tre­ten und mit etwas Glück wei­te­re Fein­de umnie­ten. Vie­le klei­ne Gum­bas wat­scheln eben­falls in den Levels her­um. Die­se las­sen sich durch einen Sprung auf ihren Kopf direkt erle­di­gen.

Ande­re Geg­ner sind nicht so leicht zu besei­ti­gen. Lak­i­tu, die Schild­krö­te in der Wol­ke, schmeißt unent­wegt Sta­chi-Eier her­un­ter, aus denen dann Sta­chis schlüp­fen. Auf die soll­te Mario nicht ver­su­chen zu sprin­gen. Lak­i­tu selbst lässt sich durch einen Sprung auf sei­nen Kopf aus dem Weg räu­men. Lei­der ist er in sei­ner Wol­ke ziem­li­ch weit oben und sehr schnell unter­wegs. Das macht es natür­li­ch nicht ein­fa­cher.

Aber die mei­ner Mei­nung nach schlimms­ten Geg­ner sind die sog. Ham­mer-Brü­der. Die­se schmeis­sen pau­sen­los Häm­mer in Mari­os Rich­tung und das in rasan­ter Geschwin­dig­keit. Die­se las­sen sich zwar eben­falls durch einen Sprung auf den Kopf platt machen, aber das Risi­ko dabei drauf zu gehen ist sehr groß. Mei­ne Stra­te­gie ist da immer: Augen zu und durch! Und zwar mit höchs­ter Geschwin­dig­keit ein­fach irgend­wie drü­ber hin­weg sprin­gen!

Super Mario Bros. 1 - Hammer-Brüder

Erstaun­li­cher­wei­se ist der “Haupt-Geg­ner”, also der, der die Haupt­rol­le in die­sem Spiel trägt, gar nicht so übel. Bow­ser, der am Ende jeder Welt immer besiegt wer­den muss, lässt sich ent­we­der durch ein paar Feu­er­bäl­le oder durch den Sprung auf die Axt hin­ter ihm aus dem Weg räu­men. Durch den Sprung auf die Axt stürzt die Brü­cke unter sei­nen Füßen ein, wodurch Mario in die nächs­te Welt gelangt. Das ist in den meis­ten Fäl­len rela­tiv ein­fach. Manch­mal ist er zwar auch mit Häm­mern bewaff­net, aber wenn man schnell ist, ist auch das kein Pro­blem.

Super Mario Bros. 1 - Bowser

Ob du wirk­li­ch rich­tig gehst …

Der Weg zu Bow­ser ist aber manch­mal gar nicht so ein­fach. In Welt vier, sie­ben und acht muss der rich­ti­ge Weg durch das Level gewählt wer­den. Ent­schei­det man sich für den fal­schen, gerät Mario in eine End­los­schlei­fe in der er bestimm­te Pas­sa­gen wie­der von vor­ne durch­lau­fen muss bis ihm im schlimms­ten Fall die Zeit aus­geht.

Super Mario Bros. 1 - Der richtige Weg

Die Items

Um das Spiel etwas zu ver­ein­fa­chen, gibt es in den Levels eini­ge Items. Über ein Item hat­ten wir bereits am Ran­de gespro­chen: Die Feu­er­blu­me. Mit die­ser kann Mario Feu­er­bäl­le schie­ßen, die gegen vie­le (aber nicht alle) Geg­ner sehr wirk­sam sind. 

Neben der Feu­er­blu­me gibt es aber auch noch den Zau­ber­pilz, mit dem Mario zu Super Mario wird. In die­sem Zustand kann er Blö­cke durch einen Sprung mit sei­nem Kopf kom­plett zer­stö­ren. Als nor­ma­ler Mario ist dies nicht mög­li­ch. Falls Super Mario von einem Geg­ner atta­ckiert wird, ver­liert er nur sei­nen “Super”-Titel und schrumpft zu einem Pimpf. Als klei­ner Mario wür­de er sofort aus­schei­den und ein Leben ver­lie­ren.

Extra-Leben kann Mario durch bestimm­te Pil­ze bekom­men. Die­se sind aller­dings sehr rar. Eine ande­re Mög­lich­keit wäre das Sam­meln von Mün­zen. Bei 100 Mün­zen gibt es ein Extra-Leben dazu. Das ist aber nicht weni­ger müh­se­lig, denn in die­sem Spiel wird man nicht gera­de mit den Geld­stü­cken über­häuft. Mario soll­te also so wenig wie mög­li­ch ins Gras bei­ßen. Mit den mage­ren drei Leben zum Spiel­an­fang ist das ernüch­tern­de “Game Over” aber gar nicht so unwahr­schein­li­ch.

Ein wei­te­res Item ist das sog. Stern­we­sen. Mit die­sem wird Mario unbe­sieg­bar. Dadurch kann er Geg­ner allein durch Berüh­rung ein­fach plät­ten. Die­ser Zustand hält aller­dings nicht sehr lan­ge, nach ein paar Sekun­den ist der Spaß auch schon wie­der vor­bei.

Frus­tra­ti­ons­sen­ker (oder auch: Geheim­nis­se)

Falls Mari­os Leben doch irgend­wann mal auf­ge­braucht sind, was sehr schnell mal pas­sie­ren kann, beginnt das Spiel übli­cher­wei­se wie­der ganz von vor­ne. Das führt natür­li­ch sehr schnell zu Frus­tra­ti­on. Es gibt aber einen Trick. Mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Start + Knopf A star­tet Mario wie­der im ers­ten Level der zuletzt besuch­ten Welt. Dadurch müs­sen zwar im schlimms­ten Fall auch ein paar Level erneut gespielt wer­den, aber wenigs­tens nicht das kom­plet­te Spiel. 

Wer es sich ganz ein­fach machen möch­te und eigent­li­ch nur schnell mal das Spiel durch­spie­len will, der kann durch sog. Warp Zones direkt in ande­re Wel­ten gelan­gen. In Welt 1 Level 2 kommt Mario durch den Gang über die Level-Decke über die Aus­gangs­röh­re hin­aus in einen Raum mit drei ver­schie­de­nen Röh­ren, die direkt in Welt 2, 3 und 4 füh­ren.

Super Mario Bros. 1 - Warp Zone

In Welt 4 Level 2 gibt es sogar zwei Warp Zones. Ein­mal eine am Ende des Levels über die “Level-Decke” hin­aus, die Mario direkt in Welt 5 brin­gen kann und dann noch eine in der Ober­welt, die in Welt 6, 7 oder 8 führt. Dort­hin gelangt Mario indem er ein paar unsicht­ba­re Stei­ne rechts neben dem ers­ten Lift durch einen Sprung sicht­bar macht. Über die­sen Stei­nen befin­den sich bereits ein paar sicht­ba­re. Den lin­ken davon muss Mario berüh­ren. Dadurch wächst eine Klet­ter­ran­ke aus dem Stein, mit der Mario nach oben in die Ober­welt klet­tern kann. 

Bis zur Unend­lich­keit und nicht viel wei­ter

In Welt 1 Level 2 gibt es auch noch einen Weg in ein kom­plett ande­res Level. Vor der Aus­gangs­röh­re befin­den sich die Stei­ne der Level-Decke. Den zwei­ten und drit­ten Stein von rechts muss Mario zer­stö­ren. Durch einen Sprung mit dem Rücken gegen den letz­ten rechts ver­blie­be­nen Stein gelangt Mario dann rechts zwi­schen die Stei­ne hin­durch in die Warp Zone. Bevor die Zah­len über die Röh­ren in der Warp Zone auf­tau­chen muss Mario in die ers­te oder drit­te Röh­re hin­ein schlüp­fen. Dadurch gelangt er in die Welt -1, eine unend­li­che Unter­was­ser­welt. Wenn er in die zwei­te Röh­re steigt gelangt er direkt in die Welt 5.

Super Mario Bros. 1 - Geheimer Weg 2

Was macht das Spiel so beson­ders?

Die­se Fra­ge muss man sich ja stel­len. Schließ­li­ch gel­ten die Mario-Titel als Inbe­griff des Jump ‘n’ Run-Gen­res. Mit Super Mario Bros. hat Nin­ten­do auf dem NES den Grund­stein dafür gelegt und dabei soviel rich­tig gemacht, dass die meis­ten Spiel­ele­men­te selbst bei den neus­ten Mario-Spie­len noch immer gen­au so vor­kom­men.

Die Gra­fik

Auch wenn Mario haupt­säch­li­ch in unter­schied­li­chen Braun­tö­nen daher kommt, ist das Cha­rak­ter­de­si­gn trotz­dem voll­kom­men aus­rei­chend, um zu erken­nen, dass er ein klei­ner dicker Klemp­ner mit Schnurr­bart ist. Er wan­dert durch wun­der­schö­ne grü­ne Land­schaf­ten und einem hüb­schen blau­en Him­mel oder er treibt sich in dunk­len Höh­len und Schlös­sern in Grau und Rot her­um. Dazu pas­send ändert sich der Hin­ter­grund in ein bedroh­li­ches Schwarz. Ins­ge­samt ent­schie­den sich die Ent­wick­ler eher für ein knuffi­ges Desi­gn, wodurch selbst die gefähr­lichs­ten Geg­ner nicht wirk­li­ch bedroh­li­ch wir­ken. Am bes­ten lässt sich die Gra­fik auch genauso bezeich­nen: Knuffig. Die lie­be­vol­le Gestal­tung ist einer der Grün­de war­um man dem Spiel ein­fach nicht böse sein kann, selbst wenn ein Game Over auf den nächs­ten folgt. Außer­dem passt der Gra­fik­stil per­fekt zum Sound-Cha­rak­ter des Spiels. 

Der Sound

Die Sound­ef­fek­te sind alle Spot-on. Vom Mün­zen-Ein­sam­meln bis zum Level-Win und schließ­li­ch zum Bow­ser besie­gen pas­sen die Effek­te ein­fach. Das Bes­te aber ist die iko­nen­haf­te Musik. Die­se passt per­fekt zu dem Spiel­cha­rak­ter. So klingt die Musik auf der Ober­welt fröh­li­ch, in der Unter­welt dage­gen düs­ter. Und wäh­rend die Unter­was­ser­le­vels durch etwas lang­sa­me­re und dadurch ent­schleu­ni­gen­de Musik unter­malt wird, rast die Musik in den Schloss-Levels um den Adre­na­lin­le­vel für den Kampf mit dem End­geg­ner zu erhö­hen. Per­fekt wird dadurch auch die Bewe­gung von Mario selbst her­vor­ge­ho­ben. Natür­li­ch nervt die Musik irgend­wann, was aber eher an den Beschrän­kun­gen der NES-Hard­ware liegt, die die Musik sehr ein­tö­nig klin­gen lässt. Aber egal wie oft man spielt, die Musik spukt sogar nachts vorm schla­fen gehen noch im Kopf her­um.

Das Level­de­si­gn

Das Level­de­si­gn ist kurz gesagt geni­al. Stößt man in ande­ren Spie­len ger­ne auf Sack­gas­sen und Stel­len an denen es schein­bar kei­ne Lösung gibt, wird der Spie­ler ein­fach gerad­li­nig durch das Spiel geführt. Immer weiß der Spie­ler was zu tun ist, ob er das dann auch schafft ist eine ande­re Geschich­te. Das beginnt schon mit dem Start des Spiels. Kaum ein Spiel der Zeit bot dem Spie­ler ein Tuto­ri­al. Bei Super Mario Bros. wird der Spie­ler direkt beim Start auf die Eigen­hei­ten des Spiels auf­merk­sam gemacht. Mario star­tet am lin­ken Bild­rand mit dem Bli­ck nach rechts gerich­tet. Jeder weiß also in wel­che Rich­tung gelau­fen wird. Fra­ge­zei­chen­blö­cke schwe­ben in der Luft, was ist also zu tun. Drun­ter sprin­gen und schon kommt oben etwas her­aus. Und da ist dann auch schon der obli­ga­to­ri­sche Pilz der aus dem Klemp­ner Mario kur­zer­hand Super Mario macht. Dann tau­chen die ers­ten Geg­ner auf. Aus Man­gel an Tas­ten will der Spie­ler dar­über sprin­gen, was bleibt ihm auch ande­res übrig. Der Spie­ler macht dabei einen Feh­ler und lan­det auf dem Geg­ner. Dann weiß er auch schon, dass Geg­ner geplät­tet wer­den müs­sen. Dies setzt sich mit fort­schrei­ten­dem Level und Schwie­rig­keits­grad so fort. Kurz gesagt: Geni­al.

Die Steue­rung

Mit dem Steuer­kreuz lässt er sich nach links und rechts bewe­gen. Mit der B-Tas­te des NES-Con­trol­ler kann er ren­nen und mit A sprin­gen. Klingt sehr sim­pel oder? Den­no­ch gibt es unzäh­li­ge Jump ‘n’ Runs die zei­gen: Sim­pel allein reicht nicht. Immer wie­der gibt es Bei­spie­le die zei­gen wie eine gefühl­lo­se Steue­rung das Spiel ver­sau­en kann. Nicht so bei Super Mario Bros. Zunächst ein­mal reagiert Mario sehr flott auf Steue­rungs­be­feh­le. Wird die B-Tas­te gedrückt gehal­ten fängt Mario an zu ren­nen. Lässt man die Tas­ten los, hört Mario auf zu ren­nen und rutscht noch ein Stück bis zum Still­stand. Gen­au das ist der Punkt. Mario hat ein Eigen­ge­wicht. Er fühlt sich nicht leer an. Die Gra­fik zeigt einen knuffi­gen dicken Klemp­ner und genauso fühlt er sich auch an. Wenn er springt steigt er zuer­st sehr schnell bis er immer lang­sa­mer an die Maxi­mal­hö­he her­an­kommt und schließ­li­ch wie­der schnel­ler wer­dend zu Boden fällt. Der Spie­ler möch­te manch­mal die Tas­te durch das Game­pad drü­cken um noch einen Mil­li­me­ter höher zu sprin­gen. Dazu macht Mario noch ein Geräusch, dass per­fekt den Sprung­vor­gang unter­streicht. Das ist die hohe Kunst der Spie­le­ent­wick­lung. Wie ver­mit­telt man bei einem nicht exis­ten­ten Objekt in einer nicht exis­ten­ten Welt unse­re Idee von Rea­li­tät und Gra­vi­ta­ti­on? Bei Super Mario Bros. ist dies sehr gut gelun­gen.

Fazit

Auch wenn mich das Spiel oft wütend gemacht hat und ich immer wie­der kurz davor war die Kon­so­le gleich aus­zu­schal­ten, konn­te ich den­no­ch nicht auf­hö­ren. Es als Hass­lie­be zu bezeich­nen, emp­fin­de ich des­halb als zutref­fend. Es ist eine Her­aus­for­de­rung, der man sich stel­len will um zu sehen was als nächs­tes pas­siert und um her­aus­zu­fin­den wie weit man dies­mal kommt. Wenn man kein Pro­fi ist, sitzt man eben sehr lan­ge dran, aber das ist ok. Jemand der das Spiel in und aus­wen­dig kennt wird in einer vier­tel Stun­de damit durch sein. Dass das Spiel nicht gespei­chert wer­den kann ist natür­li­ch etwas ner­vig. Ent­we­der lässt man die Kon­so­le dann ein­fach lau­fen oder ver­sucht es in einem Rut­sch durch­zu­spie­len.

Super Mario Bros. 1 ist ein Spiel, dass man heu­te noch genauso spie­len kann wie frü­her. Es ist nicht wie vie­le ande­re Spie­le damals, die man heu­te auf­grund von der Steue­rung und Unüber­sicht­lich­keit nie wie­der anrührt. Man wird die­ses Spiel wahr­schein­li­ch noch in 100 Jah­ren genauso ger­ne spie­len wie heu­te. Die Mario-Titel sind ein­fach Spie­le, die man immer wie­der ger­ne aus­kramt.

Wer das Spiel auch ger­ne mal zocken will und nun kein altes NES hat, kann sich natür­li­ch auch die neue ver­klei­ner­te Vari­an­te, das Nin­ten­do Clas­sic Mini: Nin­ten­do Enter­tain­ment Sys­tem mit 30 vor­in­stal­lier­ten Spie­len zule­gen. Lei­der ist die­se Kon­so­le stän­dig wie­der aus­ver­kauft oder nur zu sehr hohen Prei­sen ver­füg­bar. Man kann natür­li­ch aber auch mal Glück haben eine zum Nor­mal­preis (69,99€) zu ergat­tern. Da ist aber Schnel­lig­keit gefragt, denn die sind fix wie­der weg.

Hier ein­mal der Link zu Ama­zon: Nin­ten­do Clas­sic Mini: Nin­ten­do Enter­tain­ment Sys­tem *

Wer jetzt ger­ne den ori­gi­na­len gro­ßen Kas­ten auf dem Tisch ste­hen haben möch­te, der kann ger­ne mal bei eBay schau­en. Die Kon­so­le inkl. Zube­hör und einem Spiel gibt es dort meist für ca. 80 – 90€ zu kau­fen.

Hier auch ein Link dazu: eBay — NES Kon­so­le *

(* = Wer­be­links)

Sarah Verfasst von:

6 Kommentare

  1. DaddelDeern
    14. Februar 2017
    Antworten

    Schö­ner Bei­trag!
    Gelun­ge­nes Gedicht am Anfang und über “Alles was grün ist ist wich­tig“ in Kom­bi­na­ti­on mit dem Bild der über und über grün mar­kier­ten Anlei­tung mus­s­te ich echt lachen. Wie süß, so eine Anlei­tung mit Cha­rak­ter zu ergat­tern!

    Hast du eigent­li­ch mit­ge­zählt, wie oft du Game Over gegan­gen bist? 

    • Sarah
      14. Februar 2017
      Antworten

      Hey Dad­del­De­ern! Dan­ke schön Ja die­se Anlei­tung ist echt inter­es­sant. Der Vor­be­sit­zer hat fast über­all auch Kom­men­ta­re zu den Geg­nern geschrie­ben, halt in Kin­der­spra­che. Echt nied­li­ch sowas. Ich habe lei­der nicht mit­ge­zählt wie oft ich Game­O­ver hat­te. Es war viel zu oft Ich mus­s­te auch stän­dig Pau­sen machen um nicht gleich zu eska­lie­ren Man braucht bei Mario ein­fach immens Geduld und die fehlt mir da auch teil­wei­se. Des­halb hat es auch so lan­ge gedau­ert mit so einem Bei­trag von einem Mario-Spiel. Die Frus­tra­ti­ons­ra­te ist bei mir immer sehr hoch 

  2. 14. Februar 2017
    Antworten

    Ich bin damit auf­ge­wach­sen… Mei­ne ers­te Kon­so­le war der NES. Dabei das 3 Spie­le Modul mit Super Mario, Tetris und World Cup Soc­cer.
    Wir hat­ten ihn damals zu Weih­nach­ten bekom­men… Nachts noch auf­ge­baut und mit mei­nem Papa bis 4 Uhr mor­gens gedad­delt

    Das Spiel mag toll sein und ein Grund­stein gelegt haben. Ich war auch Rie­sen Mario Fan…aber durch­ge­spielt… hab ich bis­her noch kein ein­zi­ges Mario wirk­li­ch durch­ge­spielt

    • Sarah
      14. Februar 2017
      Antworten

      Ja, Mario stra­pa­ziert schnell die Ner­ven. Ich tue mich da auch immer sehr schwer mit, sol­che Spie­le durch­zu­spie­len, weil ich meis­tens vor­her aus­ras­te Aber die­ses Mal hab ich doch durch­ge­hal­ten. Aber es ist echt sehr anstren­gend und teil­wei­se recht ner­vig wenn man stän­dig Game Over sieht

      • DaddelDeern
        14. Februar 2017
        Antworten

        Respekt auf jeden Fall, dass du das durch­ge­hal­ten hast. 

        Mir geht’s da eher so wie Dbur­ni — ich hab sowas nie­mals bis zum Ende gebracht. XD

        • Sarah
          14. Februar 2017
          Antworten

          Dan­ke. Jetzt brauch ich aber auch wie­der ne Pau­se von Mario 

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